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Der größte Schritt: Zeit für den Abschied vom Skisport Samstag, 23. Mai 2020

Endlich ist es raus. Heute habe ich offiziell meine Karriere beendet.
Ich bin froh und weiß, dass ich genau das Richtige tue – aber natürlich ist da auch Wehmut. Einerseits die Erleichterung über die gewonnene Freiheit und andererseits das Bewusstsein, über das was kommt und dabei den Abschnitt meines Lebens abzuschließen, für den ich bisher alles in den Hintergrund gerückt habe.

Ich habe jahrelang ein Leben gelebt, in dem der Sport für mich über allem stand. Ich habe meinen Kindheitstraum gelebt. Das weiß ich sehr zu schätzen, aber jetzt spüre ich es und es fühlt sich richtig an. Es ist der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören.

Auch wenn ich in den nächsten Monaten erstmal Zeit brauchen werde, um mich auf mein neues Leben einzustellen, mich einzufinden und mit der neu gewonnen Freizeit umzugehen weiß ich schon jetzt, dass es spannend werden wird. Mein Leben lang durfte ich Skirennlauf als meinen Beruf bezeichnen. Nie habe ich etwas anderes gemacht. Nie habe ich etwas anderes so sehr geliebt. Der Geruch von frischem Schnee. Die frühen Morgenstunden am Gletscher. Das Team. Das alles wird mir unglaublich fehlen. Dem gegenüber stehen das harte Training, wochenlange Reisen in denen man seine Liebsten nicht sehen kann und ein langer Leidensweg von Verletzungen. Und trotz alledem schwingt Wehmut mit.

Foto: Mirja Geh

Aber ist das nicht immer so wenn man in etwas Neues, Unbekanntes startet? Angst, Zweifel und dann der Gedanke – wo bringt mich meine Reise hin?

Wo sie mich wirklich hinbringt? Keine Ahnung. Aber ich werde euch davon berichten.

Danke euch für eure lieben Worte, die zahlreichen Glückwünsche und herzlichen Grüße. Danke euch für eure Unterstützung in den letzten Jahren und das ihr immer an mich geglaubt habt.

Ich freue mich auf das was kommt.
Eure Anna